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Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe
Wir stellen den jungen Menschen positive Lebensräume zur Verfügung.

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Eine Gemeinschaft, die stark macht.


Sven kommt aus der Großstadt, hat auf der Straße gelebt. Familie? War nicht. Ob er zu essen hatte oder krank war, hat keinen interessiert. Auf dem Strüverhof kommt sein Leben in eine ruhigere Bahn. Da ist immer jemand, der sich kümmert: Auch um Hygiene, Ernährung und solche Sachen. Die Ansprechpartner sind zuverlässig. „Was” abgesprochen ist, das wird gehalten.

Manche Geschichten wollen einfach mit einem kleinen Zeichen beginnen. Wie diese Geschichte vom Strüverhof, der Außenstelle des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrums e.V. Er liegt inmitten einer ländlichen Idylle hinter dem gelben Ortsschild „Allen“. Darauf hat jemand mit einem kleinen Tupfer weißer Farbe das zweite l in ein i verwandelt, so heißt es nicht mehr ‚Allen’ sondern ‚Alien’. Ähnlich wie Aliens, die Außerirdischen, die nicht wirklich existieren, mögen sich viele der Kinder und Jugendlichen fühlen, die den Weg zum Strüverhof finden. Sie sind zwar auf dieser Welt gelandet, aber ihren Platz haben sie bisher darauf noch nicht gefunden. Wer versteht sie, wer interessiert sich echt für sie?
„Wir“ sagen die MitarbeiterInnen, die auf dem Strüverhof arbeiten, „wir interessieren uns: für DICH“.
Das ist nicht leicht daher gesagt, etwa nur als nette Begrüßung zum Einstieg. „Wir interessieren uns für DICH“ ist ein Versprechen. Und auf dem Strüverhof gilt Zuverlässigkeit. Versprochen ist versprochen und wird gehalten.

Irmgard Wiek erklärt als pädagogische Leiterin, wie das christliche Menschenbild auf dem traditionsreichen Strüverhof im Alltag gepflegt wird, was gewissermaßen hier das Grundgesetz ist: Jeder wird so akzeptiert und angenommen, wie er ist, soll sich hier wohl fühlen und seinen eigenen Platz finden. Die MitarbeiterInnen sind vertraut mit der belasteten und schwierigen Lebenswelt und den vielfach traumatischen Erfahrungen der Jugendlichen. Sie schaffen verlässliche Strukturen, hören zu und geben Anregungen, liebevoll und konsequent.
Die Wohngruppen Jona, Noah, Jeanne d’Arc, Tabea, Rafael und der Betreuungsbereich Levi bieten einen überschaubaren und klar strukturierten Lebensraum. Sicher, die Lage auf dem Land ist anfangs ungewohnt. Aber gerade das Ungewohnte dieser ländlichen Umgebung bietet große Chancen für überraschende, positive Erfahrungen: Zur Ruhe kommen, Abstand gewinnen, zu sich selbst finden, persönliche Schwierigkeiten aufarbeiten und bewältigen, das schafft Raum für neue Entwicklungen. Auf dieser Basis können sich eigene Zukunftsperspektiven entwickeln.

Die Gemeinschaft macht stark für ein selbst bestimmtes Leben und will den großen Wunsch aller jungen Menschen nach Selbstständigkeit Realität werden lassen. Dazu dient neben der pädagogischen Arbeit, neben den Therapie- und Freizeitmöglichkeiten auch das breit gefächerte schulische Angebot der Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung der Schule Am Adelwald.
Schüler mit besonderen Bedürfnissen werden in kleinen Gruppen individuell gefördert. Es können aber auch ortsnahe Regelschulen, berufsbildende Schulen und berufsvorbereitende Maßnahmen in Hamm besucht werden.